Sitzung des EU-Fischereirats
Umweltschützer warnen: Fischen nicht den Garaus machen
Der WWF warnt die Minister vor einer falschen Entscheidung: Subventionen für den Bau oder die Modernisierung von Schiffen führten unweigerlich dazu, dass sich die Bestände bedrohter Arten wie Kabeljau, Südlicher Seehecht und Sardellen nicht mehr erholen können. Auf lange Sicht seien so nicht nur die Fische, sondern zwangsläufig auch die europäische Fischerei-Wirtschaft gefährdet.
"Sollten die EU-Fischereiminister solche Subventionen wieder einführen, erklären sie die Reform der Fischereipolitik von 2002 für gescheitert", erläutert WWF-Fischereireferentin Stefanie Schmidt die Auswirkungen einer solchen Entscheidung. Die Reform sei damals mit dem Ziel beschlossen worden, die Fischereikapazitäten innerhalb der EU zu reduzieren, um die Fischerei so langfristig zu sichern und nachhaltiger als bisher zu gestalten. Der WWF fürchtet, dass die bereits gemachten Fortschritte nun durch eine falsche Subventionspolitik unterwandert werden. "Der neue Vorstoß könnte auf 80 Prozent der gesamten EU-Flotte angewendet werden und dadurch positive Ansätze für eine nachhaltige Fischerei grundlegend ausbremsen", so Stefanie Schmidt.
Seit langem warnen Wissenschaftler und der WWF zum Beispiel vor einem Zusammenbruch der Kabeljau-Bestände in der Nord- und der östlichen Ostsee. Erst im vergangenen Dezember hatte der Wissenschaftliche Rat zur Erforschung der Meere (ICES) zum wiederholten Mal eine komplette Schließung dieser Kabeljau-Fischereien empfohlen. Weitere Arten wie der Südliche Seehecht stehen ebenfalls auf der inoffiziellen "Roten Fischerei-Liste".
Nach Ansicht des WWF ist der drohende Kabeljau-Kollaps das direkte Ergebnis von jahrzehntelangen falschen Entscheidungen in der EU. Der WWF empfiehlt, an den Reformen der Gemeinsamen Fischereipolitik festzuhalten und die zukünftige Subventionspolitik im Sinne der bereits getroffenen Beschlüsse zu gestalten. "Es gibt einen Weg aus der Fischereikrise", sagt Stefanie Schmidt. "Die EU-Fischereiminister müssen ihn nur gehen und dürfen sich nicht von kurzsichtigen wirtschaftlichen Interessen einzelner Mitgliedsstaaten davon abbringen lassen."
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!

Suchmachinenoptimierung
Wir optimieren Ihre Webseite. Mehr relevante Besucher = Mehr Umsatz. Lesen Sie mehr über unsere Stärken
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- Erneuerbare-Energien: Solarprogramm für den Iran
- Globalisierung: Occupy gegen den Kapitalismus
- Wellness: Nordic Walking wird Sie begeistern
- Gewerkschaften verhindern Arbeitskampf
- DIE LINKE: Warum Sahra Wagenknecht die Richtige ist
- ESSO: Milliarden mit schwarzen Gold | Profit um jeden Preis
- SPD und Piratenpartei zum Urheberrecht
- Wellness durch Yoga Übungen
- Depression: Symptome, Test und Hilfe bei Depressionen
- Birgit Corinna Lange: Über Liebestaumel, Amerika und New York
