Leitfaden für umweltfreundliche Festivals
Sechs Open-Air-Festivals rocken ökologischer
Welche ökologisch sinnvollen Verbesserungen auf Open-Air-Festivals möglich sind, zeigt der neue Leitfaden. Anhand von sieben Kriterien, zu den Themen Verkehr, Abfall, Abwasser, Belastung durch Geräusche, Verpflegung, Camping und Umweltbildung, kann der Veranstalter auswählen, welche vorgeschlagenen Maßnahmen er bei seinem Festival umsetzen möchte.
Ob die einfache Mülltrennung, das Pfandsystem oder der Verzicht auf Dieselgeneratoren zur Stromerzeugung - vieles ist möglich. In Form einer schriftlichen Vereinbarung gibt der Veranstalter gegenüber der Arbeitsgemeinschaft an, was er verbessern will. Das Festival wird dahingehend überprüft. Ist alles wie vereinbart, darf es sich weiter SOUNDS FOR NATURE Festival nennen.
Damit heben sich diese Open-Air-Festivals bewusst von ihren Konkurrenten ab und beziehen auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Stellung für umweltbewusstes Handeln. Das ist nicht nur mutig, sondern vor allen Dingen weitsichtig, denn Naturverträglichkeit spiegelt sich nicht selten in verbessertem Service und im Wohlbefinden der Besucher wieder. Außerdem ist es in vielen Fällen sogar möglich, durch umweltfreundliches Verhalten die knappen finanziellen Ressourcen des Veranstalters zu schonen. Das beste Beispiel hierfür ist eine erhöhte Toilettenanzahl, die außerdem noch mit kläranlagenverträglichen Reinigern bestückt sind.
In dieser Festival-Saison wollen sechs Open Air Festivals ökologische Verbesserungen bei ihren Festivals durchführen. So setzen sich das Open Flair, Taubertal Festival, Olgas Rock, Big Day Out 3.0, Rock am Härtsfeldsee und Rheinkultur in Kooperation mit SOUNDS FOR NATURE für den Naturschutzgedanken ein. Über 100 Rockgrößen wie "Die Toten Hosen", "Farin Urlaub Racing Team", "Silbemond", "Juli", "Oomph", "Mando Diao", "Nightwish" oder "Sportfreunde Stiller" spielen in diesem Jahr auf SOUNDS FOR NATURE Festivals. Das BfN und die Deutsche Rockmusik Stiftung bilden gemeinsam mit dem Institut für Umweltkommunikation (ifu Bonn) und der Musik-Agentur K.O.K.S. die Arbeitsgemeinschaft SOUNDS FOR NATURE.
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Am 22. Jun. 2005 unter:
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