Bauernverband
Der Landwirt wird zum Energiewirt für Sonne Wind und Biomasse
Ob Wärme, Strom oder Treibstoff: Gerade die Biomasse bewährt sich als "Alleskönner" und Jobmotor unter den Erneuerbaren. Die Produktion und Vermarktung von Biomasse bietet Landwirten neue Absatzmöglichkeiten. "Statt weiterhin endliche fossile Energieträger zu finanzieren, kann mit Bioenergie die regionale Wertschöpfung gestärkt werden, können lokale Kreisläufe gewinnbringend geschlossen werden," so Irm Pontenagel. Konkrete Beispiele sind die Umrüstung kommunaler Fahrzeugflotten auf Pflanzenöl, gemeinschaftlich betriebene Biogasanlagen von Landwirten und kommunalen Energieversorgern oder die vollständige Wärmeversorgung von Gemeinden durch Holzheizkraftwerke.
EUROSOLAR organisiert bereits seit den 90er Jahren die Konferenzreihe "Der Landwirt als Energiewirt", bei der die Akteure des Bioenergiesektors zusammentreffen. Maßgeblich initiiert hat EUROSOLAR auch die Steuerbefreiung für Biokraftstoffe, die seit Anfang 2004 zu einem Boom dieser Branche führte. Erstmals wurde daraufhin im vergangenen Jahr in Deutschland die 1-Millionen-Tonnen-Grenze bei Biokraftstoffen überschritten, ca. 3,9 Millionen Tonnen CO2-Emissionen wurden eingespart.
Rund 50.000 Arbeitsplätze sind bereits im Bereich Bioenergie entstanden. Im Jahr 2004 belief sich der Gesamtumsatz der Branche auf 3,5 Milliarden €. Die jüngste EUROSOLAR-Studie zum Ausbaupotenzial Erneuerbarer Energien im Stromsektor errechnet bis 2020 ein Potenzial von 32.000 MW Kraftwerksleistung im Bereich Biomasse. Wird das Wachstum von 35 Prozent beibehalten, werden jährlich allein Kraftwerkskapazitäten in der Größenordnung von zwei Atomkraftwerken ersetzt.
Landwirte profitieren insbesondere seit Novellierung des EEG im vergangenen Jahr von festen Einspeisevergütungen für Strom aus Biogas. Die Vergütungssätze garantieren eine kostengünstige dezentrale Stromversorgung.
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