Touristen mitschuldig
Elfenbeinhandel in Afrika blüht weiterhin
Laut WWF wird in Afrika trotz internationaler Verbote jedes Jahr das Elfenbein von 4.000 bis 12.000 Elefanten gehandelt. Doch die Herkunftsländer hätten auf der Weltartenschutzkonferenz CITES im vergangenen Oktober in Bangkok angekündigt, sie wollten ihre Märkte trockenlegen. Ziegler: "Es gibt Fortschritte beim Kampf gegen den illegalen Handel. Aber es geht nur sehr schleppend voran."
Obwohl Ägypten zu den größten Elfenbeinmärkten Afrikas zähle, griffen die CITES-Bestimmungen hier noch nicht. Zwar habe sich die Zahl der illegalen Produkte in Ägypten dank schärferer Kontrollen seit 1998 halbiert. "Doch trocken gelegt ist der Markt für das weiße Gold noch lange nicht", so Ziegler. In Ägypten lebten keine Elefanten, das Land beziehe das Elfenbein zu 80 Prozent aus dem Sudan.
Der WWF sieht aber auch positive Beispiele. So habe man bei Stichproben in Äthiopien nur noch 78 illegale Elfenbeinprodukte gefunden. Ein Jahr zuvor seien es noch 3.500 gewesen. "Äthiopien liefert ein gutes Beispiel dafür, wie man mit wenigen, effektiven Maßnahmen binnen kurzer Zeit den Elfenbeinmarkt austrocknen kann", lobt Ziegler. Vor allem stärkere Grenzkontrollen und ein besseres Informationssystem haben laut WWF zu dem Erfolg beigetragen.
Neben Ägypten zählen nach Angaben des WWF Kamerun, die Demokratische Republik Kongo, der Sudan und Nigeria zu den wichtigsten Elfenbein-Schwarzmärkten. Außerhalb Afrikas blühe das Geschäft mit dem weißen Gold vor allem in den asiatischen Staaten China und Thailand. Zugenommen habe auch der Schmuggel über das Internet. Der kommerzielle Handel mit Elfenbein ist seit 1989 international verboten.
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Am 27. Jun. 2005 unter:
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