Futtermittel

Biobauern klagen gegen Verursacher des Nitrofen-Skandals

In einer zivilrechtlichen Klage gegen den Verursacher des Nitrofen-Skandals, die "Norddeutsche Saat- und Pflanzengut AG (NSP)", wollen Biobauern 250.000 Euro Schadenersatz erhalten. Über die Verteilung nitrofenverseuchter Futtermittel in der Landwirtschaft seien damals auch die Biomilchbauern völlig zu Unrecht in Verdacht geraten, dass die Milch aus ihren Betrieben nitrofenverseucht sei, sagte Barbara Scheitz, Geschäftsführerin der Molkerei Scheitz. Nachdem das strafrechtliche Verfahren eingestellt wurde, wirft nun die Zivilklage Fragen nach dem Umgang mit Futtermitteln auf.

Die beklagte Firma hatte im Jahre 2001 eine Lagerhalle in Malchin/Mecklenburg-Vorpommern angemietet und 1.000 Tonnen Biogetreide gelagert. Allerdings war die ehemalige LPG-Halle zu DDR-Zeiten Lager für das inzwischen verbotene Pflanzenschutzmittel Nitrofen. So gelangte das Gift in den landwirtschaftlichen Kreislauf. Insbesondere Biobauern und Molkereien wurden geschädigt.

Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch kritisierte, dass die Bundesregierung seit Bekanntwerden des Skandals vor drei Jahren nichts unternommen habe. "Nitrofen kann jederzeit wieder geschehen", sagte Matthias Wolfschmidt, Campaigner von Foodwatch.

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