Freie Arbeitsgelegenheiten

Bisher 131.500 Ein-Euro-Jobs vergeben

Ein halbes Jahr nach Start der Arbeitsmarktreform "Hartz IV" ist ein großer Teil der vorhandenen Ein-Euro-Jobs vermittelt worden. Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums gehen derzeit 131.500 Menschen einer solchen Zusatzbeschäftigung nach. Davon sind 66.000 Ein-Euro-Jobs im Osten und 65.500 im Westen angesiedelt. 30.600 solcher Jobs werden von jungen Langzeitarbeitslosen unter 25 Jahre ausgeübt. Das Ministerium wies damit einen Bericht des ARD-Magazins "Report Mainz" zurück, wonach weniger als die Hälfte der 157.000 offenen Ein-Euro-Jobs vermittelt worden sei.

Das ARD-Magazin hatte den Vorstandsvorsitzenden der Bundesarbeitsgemeinschaft Arbeit, Hansjörg Böhringer, mit den Worten zitiert, man müsse davon ausgehen, "dass unter 50 Prozent dieser Plätze im Augenblick belegt sind". Als Gründe nannte "Report Mainz" die Überlastung der Fallmanager in den Jobcentern, die häufig noch ausschließlich mit der Auszahlung von Arbeitslosengeld II beschäftigt seien.

Die "Arbeitsgelegenheiten" sind in der kurzen Zeit ihres Bestehens bereits schwer in die Kritik gekommen. Langzeitarbeitslose, die zu Ein-Euro-Jobs verpflichtet werden, wurden vielfach für Tätigkeiten eingesetzt, die eigentlich durch normal bezahlte Kräfte erledigt werden sollten - etwa als Gärtner, Handwerker und sogar als Lehrer in Schulen.

Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!