Spanien

WWF kritisiert mangelhafte Ursachenbekämpfung bei Waldbränden

Spanien hat ein brennendes Problem. Im Schnitt lodern Jahr für Jahr 20.000 Walbrände auf, denen in den vergangenen 15 Jahren rund zwei Millionen Hektar Wald zum Opfer fielen. "Beim Löschen der Brände sind durchaus Fortschritte zu erkennen, doch bei der Bekämpfung der Ursachen treten die Behörden auf der Stelle". Zu diesem Ergebnis kommt der WWF Spanien in einer jetzt vorgestellten Studie. Die Naturschützer gehen davon aus, dass nur vier Prozent der Feuer natürliche Ursachen wie Blitzschlag haben. Die restlichen 96 Prozent gehen auf Fahrlässigkeit oder Brandstiftung zurück.

Dem WWF-Report zufolge ist rund die Hälfte der Brände auf das Abrennen von Feldern und Wiesen durch Bauern zurückzuführen. Immer wieder geraten die Flammen außer Kontrolle. Das gelte auch für das das Verbrennen von Abfällen, Lagerfeuer und weggeworfene Zigarettenkippen. Brandherde entstehen oft entlang von Bahnlinien oder Stromtrassen. Im Norden sind es vor allem Feuer, die gelegt werden, damit sich die Weideflächen für Ziegen und Schafe schneller erholen. Im Mittelmeerraum ist oft Fahrlässigkeit und Funkenflug von wilden Müllkippen die Ursache.

Der WWF fordert einen nationalen Plan zur Feuerbekämpfung. "Die Verantwortung wird nach wie vor zwischen den verschiedenen lokalen, regionalen und nationalen Ebenen hin- und hergeschoben", erläutert Raquel Goméz, Leiterin des Forstreferats beim WWF Spanien, die Situation. Die Verantwortlichkeit müsse klarer geregelt werden. Bislang fehle ein koordiniertes Vorgehen.

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