Daseinsvorsorge
Europaparlament gegen Liberalisierung des Wassersektors
Schwerpunkte dieses Modernisierungskonzeptes seien die Einführung eines freiwilligen Benchmarkings bei den Unternehmen, die Förderung interkommunaler Kooperationen, die Lockerung bzw. Aufhebung des Örtlichkeitsprinzips in den Gemeindeordnungen sowie die steuerliche Gleichstellung von Wasser und Abwasser.
Das EP, das bereits im letzten Jahr mit zwei Beschlüssen der Liberalisierung der Wasserwirtschaft eine klare Absage erteilt hatte, wiederholte in seiner aktuellen Entscheidung, "dass mit Wasserversorgung zusammenhängende Dienstleistungen grundsätzlich voll und ganz unter staatlicher Verantwortung und Kontrolle verbleiben sollten und fordert die Kommission nachdrücklich auf, sich dieser Auffassung anzuschließen". Aus Sicht der kommunalen Wasser- und Abwasserwirtschaft, so Cronauge, sei dieser Beschluss sehr zu begrüßen, da er in besonderer Weise der Trinkwasserversorgung als Dienstleistung elementarer Daseinsvorsorge Rechnung trage.
Auch für die laufenden GATS-Verhandlungen im Rahmen der Welthandelsorganisation WTO beanspruche die Entschließung des Europäischen Parlaments besonderes Interesse. Vor dem Hintergrund der auf eine Liberalisierung des Handels- und Dienstleistungssektors ausgerichteten Verhandlungsrunde forderte das EP die Kommission auf, "den Regierungen der Entwicklungsländer zu helfen, ihre öffentlichen Dienste aufrecht zu erhalten und auszubauen, insbesondere diejenigen, die den Zugang der gesamten Bevölkerung zu Trinkwasser ... sicherstellen".
Auch diese Positionierung stehe im Einklang mit der Forderung des VKU, im Rahmen der GATS-Verhandlungen mit Blick auf den Wasserbereich auf Liberalisierungsforderungen an andere Länder zu verzichten.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 15. Jul. 2005 unter:
nachrichtenStichworte:
« Millionenschwere Rückerstattung für die Elektrizitätswerke Schönau
Nur ein kleiner Schritt zur Armutsbekämpfung »
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- Burnout Symptome erkennen - Checkliste als Hilfe
- NRW Justiz: Die Landesregierung ist gefordert
- Senioren: Alt ist, wenn man Seniorenresidenz googelt
- Christian Wulff - Wenn Machtmenschen menscheln
- Diskurs der Rechtspopulisten über Israel
- Photovoltaik-Zubau in Deutschland
- Versammlungsfreiheit - ausschlaggebende Grundlage der Verfassung
- „Cottbus Nazifrei!“ - DASS ist ein MUSS
- Arbeitsrecht: EuGH Urteil enttäuscht
- Finca Mallorca und andere Schnäppchen
