Sieg für dezentralen Ökostrom
Millionenschwere Rückerstattung für die Elektrizitätswerke Schönau
Hintergrund des Rechtsstreites war die Frage nach der richtigen Bewertungsgrundlage und der Höhe des gerechtfertigten Kaufpreises für das Schönauer Stromnetz. Ein vom Gericht bestelltes Obergutachten kam nun zu dem Schluss, dass der Wert des Schönauer Stromnetzes lediglich 3,5 Millionen DM beträgt. Die Elektrizitätswerke Schönau (EWS) hatten aber 1997, als sie das Schönauer Stromnetz übernahmen, einen Preis von 5.837.410 DM, bzw. 2.984.620,34 € bezahlt. Nun erhalten Sie von der Energiedienst AG von dem bezahlten Stromnetzpreis 1.195.098,76 Mio € plus Zinsen zurück.
Die Schönauer Bürger hatten 1997 große Schwierigkeiten, die - sich nun als zu hoch herausstellende - Forderung der damaligen Kraftübertragungswerke Rheinfelden zu zahlen. Sie organisierten daraufhin die bundesweite Spendenkampagne "Ich bin ein Störfall", die 2 Millionen DM einbrachte. Behilflich waren neben vielen Bürgern in der ganzen Republik auch die GLS-Gemeinschaftsbank und die von ihr gegründete Stiftung "Neue Energie".
Die Elektrizitätswerke Schönau betreiben ihr Stromnetz konsequent ökologisch und sind seit 1999 auch bundesweiter Ökostromanbieter, der den ökologisch erzeugten Strom für seine Kunden nur bei solchen Produzenten einkauft, die keine Kapitalbeteiligungen von Atomkraftwerksbetreibern oder deren Tochterunternehmen haben. Sie haben bundesweit ca. 30 000 Stromkunden und mehr als 750 neue ökologische Stromerzeugungsanlagen gefördert.
Der Großteil des Geldes, das die Elektrizitätswerke Schönau nun von Energiedienst erstattet bekommen, soll in die Stiftung Neue Energie zurückfließen und dort wieder zur Realisierung ihrer Stiftungszwecke zur Verfügung stehen.
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Am 15. Jul. 2005 unter:
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