Gemeinsam stärker

Sachsens Verbraucherschützer wollen Gaspreis-Klagen koordinieren

Die Verbraucherzentrale Sachsen will in ihrem Bundesland Klagen gegen Gaspreiserhöhungen koordinieren. Das teilte sie am Montag mit. In dem Streit um die Gaspreise waren Empfehlungen der Verbraucherzentralen vorausgegangen, nach denen Verbraucher darauf bestehen sollten, sich die Notwendigkeit der Preiserhöhung von ihrem Versorger beweisen zu lassen. Nach Ansicht vieler Verbraucherzentralen gehen die Erhöhungen nicht auf gestiegene Kosten, sondern auf beabsichtigte Profiterhöhung zurück.

Viele sächsische Verbraucher seien über die laufenden Gaspreiserhöhungen empört, sagte Roland Pause von der sächsischen Verbraucherzentrale. Sie wollten die teilweise immensen Kostensteigerungen, "nicht selten im zweistelligen Bereich", nun nicht mehr hinnehmen. Auch die Maßnahme, ihre Rechnungen nur unter Vorbehalt zu bezahlen, reiche ihnen nicht mehr.

Nun sammele die Verbraucherzentrale Verträge und Unterlagen Betroffener, um auszuwerten, wie erfolgreich Gerichtsprozesse sein könnten. "Wie gut die Chancen sind, aus einem solchen Verfahren als Sieger hervorzugehen, ist schwer vorherzusagen", meint Pause. "Eine Garantie, dass der Zahlungsboykott und die anschließende gerichtliche Auseinandersetzung zum Erfolg führen, gibt es nicht."

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