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Umweltbundesamt bewertet Chemikalien in Muttermilch als unbedenklich

Flammschutzmittel-Rückstände

Das Umweltbundesamt (UBA) hat Berichten über Giftbelastungen in der Muttermilch durch Rückstände von Flammschutzmitteln widersprochen. Derartige chemikalische Belastungen stellten für gestillte Säuglinge in Deutschland kein Gesundheitsrisiko dar, teilte die Behörde am Dienstag in Dessau mit. Das zeige eine Studie, die im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) erstellt worden sei.

In der Studie wurden den Angaben zufolge deutschlandweit 128 Milchproben von 89 Müttern auf ihre Gehalte an polybromierten Diphenylethern (PBDE) untersucht. Die aus den gewonnenen Daten geschätzte, beim Stillen aufgenommene Menge an Flammschutzmitteln sei für einen vier Monate alten Säugling zehntausendfach geringer, als die in Tierexperimenten ermittelte Dosis, bei der keine nachteiligen Wirkungen beobachtet wurde. UBA und BfR seien sich deshalb einig: Stillen bleibe die beste Ernährung für Säuglinge.

Polybromierte Diphenylether (PBDE) werden seit den 70er Jahren als Flammschutzmittel in Kunststoffen im Elektronikbereich, in synthetischen Wohnraumtextilien und Polstermaterialen verwendet. Sie sind fettlöslich und schwer abbaubar. Durch diese Eigenschaften reichern sie sich in der Nahrungskette an und gelangen so auch in den menschlichen Körper. Sie lassen sich in Blut und Muttermilch nachweisen. Aus Deutschland lagen dazu bisher nur vereinzelte Daten vor.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hatte im Juni eine Untersuchung vorgestellt, wonach in der Muttermilch vermehrt neue gefährliche Stoffgruppen wie Weichmacher, Flammschutzmittel und Duftstoffe gefunden würden.

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