Zu klein
Tierschützer warnen vor Vogelkäfigen von Penny
Der Vogelkäfig, der von Penny aktuell angepriesen wird, ist nach Ansicht der Tierschützer mit den Maßen 60 x 32,5 x 57,5 cm viel zu klein, um für Ziervögel eine artgerechte Unterbringung zu garantieren. Der Tierschutzbund empfiehlt: "Je größer, desto besser." Ein Käfig für zwei Tiere solle mindestens 80 cm, besser 100 cm lang sein bei einer Mindestbreite von 50 cm und einer Höhe von mindestens 80 cm.
Zudem gebe es für einzelne Vogelarten rechtlich relevante Gutachten für Mindestmaße, die von Penny nicht eingehalten würden. Der Käfig wird als "großer Vogelkäfig" angeboten, ohne darauf einzugehen, für welche Arten dieser geeignet ist. Selbst für kleine Sittich-Arten bis 25 cm Körperlänge gelten nach Angaben des Tierschutzbundes als Mindestmaß 100 x 50 x 50 cm. "Die Penny-Märkte verführen mit diesem Werbeangebot somit zum Verstoß gegen grundsätzliche Tierschutzvorschriften", kritisierten die Tierschützer.
"Wir raten grundsätzlich dazu, Tierzubehör nur da zu kaufen, wo auch eine fachgerechte Beratung sichergestellt ist", sagte Brigitte Rusche, Vizepräsidentin des Deutschen Tierschutzbundes und Leiterin der Akademie für Tierschutz. Allein der Preis dürfe kein Grund für eine Kaufentscheidung sein. "Geiz ist geil darf nicht zu Tierqual führen", forderte Rusche.
Die meisten Vogelarten sollten nicht in Einzelhaft gehalten werden, mahnte der Tierschutzbund zudem. Auf dem Penny-Werbefoto aber ist ein einzelner Wellensittich abgebildet. Im Kaufpaket enthalten ist laut Werbeaussage zudem "Spielzeug". Auf dem Foto zu sehen ist unter anderem ein Spiegel, den die Tierschützer kritisch sehen. Solche Spiegel könnten - besonders bei einzeln gehaltenen Hähnen - zu Verhaltensstörungen führen.
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Am 19. Jul. 2005 unter:
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