Afrika

Klimaänderungen führen offenbar zu Hungersnöten

Im Sahelstaat Niger sind Angaben der Hilfsorganisationen "Ärzte ohne Grenzen" und "World Vision" zufolge bis zu vier Millionen Menschen vom Hungertod bedroht. Auch im Sudan herrscht eine Hungersnot. Veränderte klimatische Bedingungen, insbesondere langanhaltende Trockenheit und die Heuschreckenplage im Vorjahr, haben verheerende Schäden an der Landwirtschaft verursacht, berichtet BBC-Online.

Im Niger sind es zuerst Kinder, die dem Hungertod zum Opfer fallen. Nach Angaben von "World Vision" könnten bis zu zehn Prozent der Kinder in den betroffenen Regionen sterben. Lange Trockenperioden in Kombination mit dem Auftreten der Heuschreckenplage haben große Mengen der Ernte zerstört. Zudem sind zahlreiche Rinder durch die Hitze verendet. Spät einsetzender Regen bringt keine Erlösung, sondern neue Krankheiten wie Malaria. Bisher sind auch Hilfslieferungen nur spärlich in das Land gelangt. Experten hatten bereits vor Monaten vor der drohenden Hungersnot gewarnt.

Doch nicht nur in der Sahelzone leiden die Menschen unter Hunger: ABC Radio Australia berichtet, dass die private Hilfsorganisation Oxfam um dringende Lebensmittelspenden für die Reef Islands der Salomonen bittet. Der steigende Meeresspiegel hat viele der lebenswichtigen Plantagen zerstört. Vor allem die wichtigen Knollengewächse Yams und Brotfrucht sind bereits zum zweiten Mal in Folge knapp geworden. Den Bewohnern bleiben nur noch Fisch, Kokosnüsse und sehr eingeschränkte Mengen von Gemüse. Nach dem Oxfam-Bericht gibt es deutliche Anzeichen von Unterernährung bei Kindern und stillenden Müttern.

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