Rüstung

Struck hält an Kauf von 180 Eurofightern fest

Verteidigungsminister Peter Struck hält an der geplanten Beschaffung von 180 Kampfjets vom Typ "Eurofighter" fest. "Es steht für mich ganz klar fest, dass man sich an Verträge halten muss", sagte Struck am Donnerstag im bayerischen Manching. Deutschland, Großbritannien, Spanien und Italien wollen zusammen insgesamt 620 Kampfflugzeuge bauen. Die ersten zwölf hat die Bundeswehr bereits übernommen. Die letzten soll sie bis 2015 erhalten.

Ausdrücklich lobte Struck die Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr und Industrie beim Bau und Betrieb des neuen Kampfflugzeugs. In dem so genannten Systemunterstützungszentrum in Manching werden sämtliche Eurofighter der Bundeswehr künftig gewartet und kontrolliert. Mit dieser zivil-militärischen Kooperation könne die Bundeswehr Beträge in Millionenhöhe einsparen, behauptete Struck.

Der Präsident der Militärflugzeugsparte des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS, Johann Heitzmann, kündigte an, nach den guten Erfahrungen mit dem "Eurofighter"-Zentrum den Standort Manching zum nationalen Zentrum für Militärische Luftfahrt auszubauen. So soll ein zweites Wartungs- und Kontrollzentrum eingerichtet werden, das sich um die 62 Tornados der Bundeswehr kümmert. Bis 2008 sollen an dem bayrischen Standort rund 100 Millionen Euro von EADS investiert werden.

Heitzmann forderte Struck auf, "kränkelnde Strukturen" bei der Luftwaffe aufzugeben. Dazu zählte der EADS-Vertreter die Luftwaffenwerften in Erding und Penzing sowie die Luftwaffenschule in Kaufbeuren.

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