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Deutsche Welthungerhilfe berichtet von Notlage im Niger

"Wettlauf gegen die Zeit"

Die Deutsche Welthungerhilfe (DWHH) wies am Freitag auf eine Hungersnot in Niger hin. Schon im Januar habe sich wegen der geringen Niederschlagsmenge und der Heuschreckenplage im vergangenen Jahr ein gravierendes Nahrungsmitteldefizit abgezeichnet. In der nordwestlichen Provinz Tahoua, die mit am stärksten betroffen sei, habe eine behördliche Untersuchung im März ergeben, dass nur ein Viertel der benötigten Nahrung zur Verfügung gestanden habe. Die nächste Ernte werde erst im Oktober erwartet und zur Zeit würden täglich allein im Nordwesten des Landes 400 Menschen an den Folgen der Unterernährung sterben. Die meisten von ihnen seien Kinder. DWHH-Sprecherin Marion Aberle sprach von einem Wettlauf gegen die Zeit. "Wenn wir schnell handeln, können wir noch Schlimmeres verhindern."

Die Welthungerhilfe kündigte an, zusammen mit ihrer irischen Partnerorganisation "Concern Worldwide" in Niger in den kommenden sechs Monaten insgesamt 140.000 Notleidende zu versorgen, darunter 15.000 bis 20.000 Kinder.

In Tahoua lebten rund 530.000 Menschen, davon seien 400.000 von der Hungersnot betroffen. Von den dort lebenden 80.000 Kindern unter fünf Jahren weise jedes fünfte Symptome der Unterernährung auf. Die Kinder würden eine spezielle Aufbaunahrung erhalten, ihre Familien zusätzlich eine Nahrungsmittelration.

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