Nordirland-Konflikt
IRA will Politik ohne Gewalt machen
Die Ankündigung der IRA wurde weltweit als historischer Schritt auf dem Weg zu einer Beendigung des Nordirland-Konfliktes gefeiert.
Selbst der protestantische Ultranationalist Ian Paisley begrüßte den Schritt, kritisierte jedoch, dass die angekündigte Abgabe der Waffen nicht öffentlich geschehe, sondern nur durch die drei Beobachter überwacht werde.
Nach Angaben des ARD-Korrespondenten Martin Alberts im WDR-5-Morgenmagazin wurde in den letzten Wochen die - offiziell bestrittene - enge organisatorische Verzahnung der Partei Sinn Fein und der IRA immer deutlicher. Bei den inneren Machtkämpfen der katholischen Unabhängigkeitskämpfer habe nun offenbar der politische über den militärischen Flügel gesiegt.
Derweil hat die britische Regierung - nach Armeeangaben - begonnen, drei Stützpunkte im Grenzgebiet South Armagh zu schließen. Bereits Freitag Vormittag wurde ein erster Wachturm abgebaut.
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