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Katholische Friedensbewegung fordert vollständige nukleare Abrüstung

60 Jahre Hiroshima

Die deutsche Sektion der katholischen Friedensbewegung Pax christi fordert die sofortige und vollständige Abschaffung der Atomwaffen im Sinne des Atomwaffensperrvertrages. Anlass sind die 60. Jahrestage der Bombardierung von Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August. Pax Christi betont, auch in der deutschen und europäischen Militärpolitik sollten nukleare Optionen ausgeschlossen und bestehende Programme beendet werden. Weiterhin solle die Bundesregierung den Abzug der in Deutschland lagernden Atomwaffen durch die USA voran treiben. Die Katastrophen von Hiroshima und Nagasaki verpflichteten zur totalen nuklearen Abrüstung.

"Die deutsche Verstrickung in die Atomgefahr" Auch die deutsche Bundesregierung müsse sich ihrer "Verstrickung in die Atomgefahr" bewußt werden, meint die Organisation. "Seit der Änderung des Abschnitts zu den Atomwaffen im deutschen Kriegswaffenkontrollgesetz im Jahr 1990 ist es Deutschland erlaubt, Atomwaffen zu entwickeln, herzustellen und mit ihnen Handel zu treiben." Seit 1999 seien Versuche der deutschen Bundesregierung erkennbar, die Etablierung einer europäischen Sicherheits- und Verteidigungsunion einschließlich einer europäischen Nuklearstreitmacht im EU Rahmen und unter deutscher Beteiligung zu etablieren.

"Auf beiden Seiten bleibt der Schutz trügerisch"

Nach Ansicht der katholischen Friedensbewegung bleibt die Lage äußerst gefährlich. Der Handel mit Nuklearmaterial, die neu entwickelten technischen Möglichkeiten zu begrenzten atomaren Schlägen und das Überschreiten der Atomschwelle durch weitere Länder stellten weiterhin eine existentielle Bedrohung für die Menschheit dar. Statt diese Massenvernichtungswaffen abzuschaffen, werde jetzt, insbesondere in den USA, mit der Entwicklung von "Mini-Nukes" begonnen, die vor allem zur Abwehr terroristischer Bedrohungen eingesetzt werden sollten.

Andererseits versuchten gerade wegen der Angst vor US-Invasionen immer mehr Staaten eine Gegenwehr durch atomares Drohpotenzial aufzubauen. Dadurch werde die Schwelle zum Einsatz atomarer Waffen weiter gesenkt. Auf beiden Seiten sei der erhoffte Schutz trügerisch.

Städten und Gemeinden sollen unabhängig von Regierungen aktiv werden

Pax Christi empfiehlt den Gemeinden und Städten, sich der weltweiten Bewegung "Mayors for Peace" unter Führung des Bürgermeisters von Hiroshima, Tadatoshi Akiba, anzuschließen, "denn die gemeinsame Erinnerung an die Opfer der Atomwaffenabwürfe und die Erfahrung der schrecklichen Zerstörungskraft könnten dazu beitragen, die Welt von Nuklearwaffen zu befreien und so einem dauerhaften Weltfrieden näher zu kommen."

Gedenkveranstaltungen für den Frieden und Protest gegen Atombomben

Pax Christi ruft die Bevölkerung zur Teilnahme an der "Nacht der 100.000 Kerzen" und anderen Gedenkveranstaltungen zum 6. und 9. August auf, damit auch in Deutschland "starke Zeichen für die Ächtung der atomaren Waffen" und für die "Bereitschaft zu weltweitem Frieden" sichtbar würden.

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