Wahlfälscher-Affäre

Hohlmeier verlässt Münchner CSU

Die im Zuge der Wahlfälscher-Affäre in die Kritik geratene ehemalige bayerische Kultusministerin Monika Hohlmeier (CSU) verlässt die Münchner CSU. Sie tritt in ihren oberbayerischen Heimatverband Vaterstetten-Parsdorf über, wie Hohlmeier am Montag der Nachrichtenagentur ddp sagte. Es sei ein "konsequenter Schritt", dass sie ihr Engagement in der Münchner CSU beende, "nach dem, was hier alles vorgefallen ist". Sie könne sich in diesem Bezirksverband "nicht mehr so wohlfühlen". Die Entscheidung sei bereits vor Wochen gefallen.

Hohlmeier hatte am Freitag im Untersuchungsausschuss des Landtags zur Wahlfälscheraffäre ausgesagt und dabei den Angaben von mehreren Mitgliedern des Münchner CSU-Vorstands widersprochen. Der engere Führungskreis des Münchner Bezirksverbands erörterte daraufhin laut Zeitungsberichten am Wochenende einen Ausschluss der Ex-Ministerin.

Als Konsequenz aus der Affäre um gekaufte Parteimitglieder und manipulierte Wahlen war Hohlmeier als Münchner CSU-Chefin und später als Ministerin zurückgetreten. Der Untersuchungsausschuss befasst sich mit der Frage, was Hohlmeier von den Machenschaften gewusst hat.

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