Regionale Wirtschaftskreisläufe

Landschaftspfleger plädieren für einheimische Agrarprodukte

Der "Deutsche Verband für Landschaftspflege" hat sich dafür ausgesprochen, verstärkt einheimische Agrarprodukte zu kaufen. Für den Vorwurf von Seiten der Wirtschaftsverbände, dies sei "Deutschtümelei" hat der Verband kein Verständnis, weil es rationale Gründe für diese Kaufempfehlung gebe. Eine "attraktive Kulturlandschaft" in Deutschland und eine "multifunktionale Landwirtschaft" kann nach Ansicht der Landschaftspfleger nur dann gesichert werden, wenn Verbraucher bereit sind, über den Kauf von entsprechenden Produkten die einheimische Landwirtschaft zu unterstützten. "Wer Lammfleisch von Schäfern kauft, die unsere Wacholderheiden und Kalkmagerrasen erhalten, oder den regionalen Streuobstsaft genießt, der sichert auch attraktive Landschaften und Arbeitsplätze im ländlichen Raum", meint Verbandschef Josef Göppel.

Gerade im Lebensmittelbereich seien einheimische Produkte, die - so der Verband - mit "hohen deutschen Umwelt- und Sozialstandards" erzeugt würden, im Sinne von Verbrauchern und Landwirten. Das Motto "Geiz ist geil" könne in diesem Bereich nicht gelten. "Wir Landschaftspfleger wollen nicht, dass Lebensmittel in Schnäppchenmanier unter Einkaufspreis verhökert werden."

Durch die Erzeugung regionaler Produkte in Deutschland würden Arbeitsplätze in den Regionen erhalten und zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen. Vor allem bei Regionalinitiativen, die sich auf die Produktion und Vermarktung regionaler Erzeugnisse spezialisiert hätten, sei dies der Fall. "Regionale Wirtschaftskreisläufe werden so aktiviert und tragen zur Wertschöpfung in der gesamten Region bei", so Göppel.

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