10 Milliarden Euro
Kritik an Hochwasserschutzpolitk
"Die Bürger an Deutschlands großen Flüssen können heute nicht beruhigter schlafen als vor drei Jahren", meint Martin Geiger vom WWF. Er kritisierte die "großzügigen Ausnahmen" bei der Bebauung gefährdeter Gebiete und die unvollständige Ausweisung von Überflutungsflächen. Außerdem habe es die Bundesregierung versäumt, den Ackerbau aus den Auen zu verbannen. "Von einem ökologischen Hochwasserschutz sind wir nach wie vor weit entfernt", so Geiger.
Nach Ansicht der Umweltorganisation hat sich an der Elbe die Hochwassergefahr durch die Wiederaufbau- und Sanierungsmaßnahmen teilweise sogar verschlechtert. Die bisherigen Baumaßnahmen seien fast nur technischer Art. Deiche seien vielerorts an alter Stelle wiederhergestellt, saniert und meist erhöht worden. Die neuen Deiche würden das Hochwasser jedoch nur weiter flussabwärts verlagern. Straßen, Eisenbahnen und Brücken in den besonders gefährdeten Tälern des Erzgebirges seien oft genauso unzureichend wie vor ihrer Zerstörung.
Zwischenbilanz der Milliardenausgaben gefordert
Allein mit Überflutungsflächen, so genannten "Poldern" oder "Kögen", könne in Deutschland kein brauchbarer Flutschutz etabliert werden. Mit Ausnahme der Länder Sachsen-Anhalt und Brandenburg sei auch der frühere Slogan "mehr Freiraum für Flüsse" kaum beherzigt worden.
Der WWF appellierte an die Bundesregierung und die Länder, "endlich" eine umfassende Zwischenbilanz der Milliardenausgaben zu ziehen. Weiterhin forderte die Umweltstiftung, mehr Forschungsgelder in die Auswertung der Schutzmaßnahmen zu investieren, statt noch umfangreichere Programme zum Informationsmanagement und zum Katastrophenschutz zu finanzieren.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- Nachhaltige Geldanlage - Grünes Geld Berlin
- Griechenlands Insolvenz
- Burnout Symptome erkennen - Checkliste als Hilfe
- NRW Justiz: Die Landesregierung ist gefordert
- Senioren: Alt ist, wenn man Seniorenresidenz googelt
- Christian Wulff - Wenn Machtmenschen menscheln
- Diskurs der Rechtspopulisten über Israel
- Photovoltaik-Zubau in Deutschland
- Versammlungsfreiheit - ausschlaggebende Grundlage der Verfassung
- „Cottbus Nazifrei!“ - DASS ist ein MUSS
