"Unabhängige Jury"
Ausgewählte Universitäten erhalten 1,9 Milliarden Euro
Gefördert werden zum einen so genannte "Exzellenzcluster": Die Forschung von "Universitäten und Wissenschaftsorganisationen" soll laut Ministerium gestärkt werden durch "die Förderung herausragender Zentren in bestimmten Forschungsdisziplinen". Universitäten sollen hierbei auch mit "außeruniversitären Einrichtungen" zusammenarbeiten. Für jedes dieser etwa 30 geförderten Netzwerke sollen pro Jahr durchschnittlich 6,5 Millionen Euro ausgegeben werden, in Summe damit insgesamt 195 Millionen Euro pro Jahr.
"Graduiertenschulen" sollen für den wissenschaftlichen Nachwuchs weitere Steuermillionen erhalten. Junge Menschen, die sich für eine wissenschaftliche Laufbahn entscheiden, sollen hierfür "die besten Vorraussetzungen" finden. Dafür werden etwa 40 Graduiertenschulen unterstützt. Sie erhalten jeweils "durchschnittlich" eine Million Euro pro Jahr, insgesamt stehen für diesen Bereich nach Angaben des Forschungsministeriums also jährlich 40 Millionen Euro zur Verfügung.
Voraussetzung: Mindestens ein anerkannter "Leuchtturm der Wissenschaft"
Hinzu kommt als Drittes die Förderung von "Zukunftskonzepten zu universitärer Spitzenforschung": Mit diesem Programmteil soll "das Forschungsprofil von bis zu zehn ausgewählten Universitäten" weiter gestärkt werden, schreibt das Bundesforschungsministerium. Voraussetzung ist, dass eine Hochschule "mindestens ein wissenschaftliches Exzellenz-Zentrum von internationalem Ruf", eine Graduiertenschule sowie eine schlüssige Gesamtstrategie zu einem weltweit anerkannten "Leuchtturm der Wissenschaft" vorweisen kann. Der Umfang jedes Fördervorhabens soll bei durchschnittlich 21 Millionen Euro liegen. Für diesen Bereich sind insgesamt also 210 Millionen Euro pro Jahr eingeplant.
Die Hochschulen sollen in einem Wettbewerb durch eine so genannte "unabhängige Jury" bestimmt werden. Die Auswahl soll mit Unterstützung der "Deutschen Forschungsgemeinschaft" und des "Wissenschaftsrats" erfolgen.
20 Hochschulen haben sich nach Angaben von Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn im Rahmen der neuen Exzellenzinitiative bislang für die Förderung als Spitzenunis beworben. Weitere 200 Hochschulen hätten ihre Förderanträge für Graduiertenschulen angemeldet sowie 200 für "Exzellenzzentren", sagte Bulmahn der Tageszeitung "Die Welt". In den kommenden Monaten werde "die Wissenschaft" nun die Auswahl der Bewerber vornehmen.
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Am 17. Aug. 2005 unter:
arbeitStichworte:
« Anklage gegen mutmaßlichen PKK-Rädelsführer erhoben
Umweltschützer beklagen illegale Tropenholz-Importe »

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