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Bundesländer können Führerschein mit 17 einführen

Begleitetes Fahren

Die Bundesländer haben nun die Möglichkeit, Jugendlichen schon mit 17 ihren Autoführerschein auszuhändigen. Durch die Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt seien entsprechende Regelungen rechtskräftig geworden, sagte die Verkehrs-Staatssekretärin Iris Gleicke am Freitag in Berlin. Durch diese Regelungen sei zunächst aber nur der Rahmen für den Führerschein mit 17 geschaffen. Nun müsse jedes Bundesland entscheiden, ob es seinen Jugendlichen diese Möglichkeit tatsächlich geben will.

Besondere Anforderungen an die Ausbildung und die Führerscheinprüfung gebe es für die jungen Fahrer zwar nicht, allerdings dürften sie bis zu ihrem 18. Geburtstag nur in Begleitung einer vorher benannten Begleitperson fahren, die weder Alkohol noch Drogen konsumiert hat.

Das begleitete Fahren schon mit 17 Jahren soll dabei helfen, die Unfallquote bei jungen Fahrern zu senken. Fahranfänger könnten so zunächst ein Jahr lang Erfahrungen sammeln, bevor sie alleine mit dem Auto unterwegs seien, sagte Gleicke.

Im Ausland haben vergleichbare Projekte den Angaben zufolge die Zahl der Unfälle von jungen Fahrern deutlich senken können. Niedersachsen hatte im April 2004 als erstes deutsches Bundesland einen Modellversuch gestartet. Seitdem sollen dort bereits 12.000 Genehmigungen erteilt worden sein.

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