Tschernobyl
Wildschweine und Pilze noch immer verstrahlt
In den sogenannten Fallout-Gebieten, den Gegenden, in denen sich die mit dem radioaktiven Cäsium 137 angereicherte Wolke aus der Ukraine schließlich abregnete, sei die Verstrahlung im Boden immer noch sehr hoch. Forstenrieder Park, Ebersberger Forst und Bayerischer Wald seien die am stärksten betroffenen Regionen in Süd- und Ostbayern. Hier liege die radioaktive Belastung von Pilzen, Beeren und Wild immer noch über dem Grenzwert.
Von der Radioaktivität stark betroffen sind Wildschweine, schreibt die Zeitung. "Sie nehmen Pilze und Wurzeln aus dem Erdreich auf und sind deshalb besonders belastet", so Dirk van der Sant vom Bayerischen Landesjagdverband. Die Belastung des Wildschweins aus dem Bayerwald entspreche in etwa der von drei Röntgenaufnahmen.
In exponierten Lagen des Bayerischen Walds habe das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in den vergangenen Jahren im Mittel eine Strahlenbelastung von 7000 bis 9000 Becquerel pro Kilogramm gemessen. Auch im Landkreis Deggendorf seien in den vergangenen Wochen Wildschweine geschossen worden, deren Strahlenbelastung deutlich über dem Grenzwert gelegen habe. "Bei der Population rechts der Donau kann allerdings keine Verstrahlung nachgewiesen werden", so der Kreisjagdberater von Deggendorf, Fritz Nirschl. Er habe kürzlich Wildschweine und Rehe aus diesen Revieren testen lassen.
Neben der Wildschwein-Delikatesse Hirschtrüffel können nach Angaben des Verbraucherschutzministeriums auch Maronenröhrlinge den Grenzwert überschreiten. Die in Bayern im Handel erhältlichen Steinpilze, Pfifferlinge, aber auch Beeren, seien aber unbedenklich.
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Am 03. Aug. 2005 unter:
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