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Köhler würdigt Gewerkschaft Solidarnosc als "Symbol der Freiheit"

Deutsche Opfer erwähnt

Bundespräsident Horst Köhler hat die polnische Gewerkschaft "Solidarnosc" 25 Jahre nach ihrer Gründung als "Symbol der Freiheit" gewürdigt. Köhler sagte am Mittwoch bei einem Besuch in Danzig, Arbeiter, Bauern und Intellektuelle hätten 1980 "einen Prozess von welthistorischer Bedeutung in Gang gesetzt". Die Solidarnosc habe einem Regime der Unterdrückung getrotzt und der Welt "ein bleibendes Beispiel für Freiheitsliebe und Patriotismus gegeben".

Dies sei eine wichtige Voraussetzung für die Einheit Europas und für die Wiedervereinigung Deutschlands gewesen. Köhler betonte, die polnische Freiheitsbewegung habe einen entscheidenden Beitrag zur Aussöhnung zwischen den früheren Kriegsgegnern Deutschland und Polen geleistet.

Einen Tag vor dem 66. Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen zu Beginn des Zweiten Weltkriegs erinnerte der Bundespräsident außerdem an die "jahrelange mörderische Unterdrückung" Polens durch das Hitler-Regime.

Zugleich verwies Köhler auf das Leid und die "ungezählten unschuldigen Opfer", die auch unter den Deutschen am Ende des Kriegs zu beklagen gewesen seien. Umso positiver sei es, dass Deutsche und Polen heute "aufrichtig und im Zeichen der Versöhnung über die Vergangenheit sprechen" könnten, so Köhler.

Die Gewerkschaft Solidarnosc war 1980 aus einem Streik von Danziger Werftarbeitern hervorgegangen. Der frühere Elektriker Lech Walesa wurde zum Anführer des Streiks und später zum Vorsitzenden von Solidarnosc. 1983 wurde er mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet, 1990 gewann er die polnischen Präsidentschaftswahlen und blieb bis 1995 im Amt.

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