Kritik an Aktienoptionsplänen
Spekulationsgeschäfte bei Mercedes-Managern
Am Freitag zuvor soll Eckhard Cordes, der nach Einschätzung vieler Beobachter DaimlerChrysler demnächst verlassen wird, 92.500 DaimlerChrysler-Aktien im Wert von mehr als 3,6 Millionen Euro verkauft und damit mindestens 479.150 Euro Gewinn in 12 Stunden erzielt haben. Am Tag zuvor, als Jürgen Schrempp seinen Rückzug aus dem Konzern für Ende des Jahres angekündigt hatte, war die DaimlerChrysler-Aktie zeitweise um zehn Prozent auf rund 40 Euro in die Höhe geschnellt.
Derzeit prüft die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) "routinemäßig" den Börsenhandel mit Aktien von DaimlerChrysler im Vorfeld der Rücktrittsankündigung Schrempps. Einen konkreten Verdacht für Insider-Geschäfte bestünde jedoch nicht, sagte eine Behördensprecherin.
Auch wenn diese Aktiengeschäfte legal seien, so bleibt nach Auffassung der Kritischen Aktionäre doch ein schlechter Beigeschmack dabei. Einer deren Sprecher, Rechtsanwalt Holger Rothbauer fordert daher seiner langem, dass Aktienoptionspläne des Managements verboten werden.
Derweil gibt es rechtliche Auseinandersetzungen um Äußerungen des Schrempp-Biographen, Jürgen Grässlin. Dieser hatte gesagt, dass er bereits 14 Tage vor Schrempps offiziellen Rücktritt davon gewusst habe. Schrempp selbst und DaimlerChrysler hatten daraufhin eine Unterlassungserklärung gegen Grässlin verfügt. Außerdem plane der Autokonzern gegen Grässlin rechtliche Schritte wegen der Verbreitung von Falschaussagen. Grässlin hatte Medien gegenüber angedeutet, Schrempp sei möglicherweise in illegale Machenschaften verwickelt und habe deshalb zurücktreten müssen.
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Am 04. Aug. 2005 unter:
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« Ökolandwirtschaft soll Flora und Fauna befördern
CDU-Abgeordnete Reiche wegen "Bioterroristen"-Äußerung angezeigt »
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