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Sibutramin: Verbraucherzentrale warnt vor lebensgefährlichen Schlankmachern

Sibutramin

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen warnt vor einigen chinesischen Schlankheitsmitteln, die sogar zum Tod führen könnten. Die Kapseln enthielten den verschreibungspflichtigen Wirkstoff Sibutramin in sehr hoher Dosis, ohne dass er überhaupt auf der Verpackung aufgeführt sei. Die Substanz sei in Deutschland nur in einem einzigen rezeptpflichtigen Medikament zugelassen. Sogar in diesem sei die Dosis deutlich geringer. Weltweit seien mindestens 34 durch Sibutramin ausgelöste Todesfälle bekannt. Die Einnahme von Sibutramin dürfe hier zu Lande nur unter ärztlicher Überwachung erfolgen.

Beschränkung auf Fachärzte

Die Verbraucherzentrale NRW verwies auf Frankreich und Italien, wo Medikamente mit Sibutramin nur noch von bestimmten Fachärzten verordnet werden dürften. In Italien sei es zwischenzeitlich sogar zu einem Vertriebsstop von ursprünglich zugelassenen Arzneimitteln mit Sibutramin gekommen. Ursache sei gewesen, dass es Fälle von unerwünschten Nebenwirkungen gegeben hätte, von denen zwei tödlich ausgegangen seien.

Hauptsächlich per Internet

Die Präparate seien hauptsächlich per Internet zu bestellen oder würden auch auf Internetauktionen gehandelt. Die Verbraucherzentrale NRW riet in diesem Zusammenhang, auf die folgenden Produkte zu verzichten:

"Evolution Slim & Slender" (hergestellt von New Life LiDa b.v., Tilburg), sowie "LiDa Dai Dai Hua Jiao Nang" (hergestellt von Kunming Dali Industry & Trade Co., Ltd.). Beide Präparate sind nach Auffassung der Verbraucherzentrale in Deutschland nicht verkehrsfähig. Die Verbraucherschützer betonten, dass der Handel oder Verkauf mit nicht zugelassenen Arzneimitteln ein Straftatbestand ist.

Die Gefahren

"Sibutramin kann als Nebenwirkung sowohl Blutdruck als auch Herzfrequenz ('Herzrasen') erheblich erhöhen", schreibt die Verbraucherzentrale NRW. Manche Patienten klagten zudem über Mundtrockenheit, Kopfschmerzen und Verstopfung. Der Stoff dürfe auf keinen Fall eingenommen werden "bei nicht oder unzureichend eingestelltem Blutdruck, bei Magersucht, bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten aus der Gruppe der so genannten MAO-Hemmer (Antidepressiva) oder von Appetitzüglern".

Wiederholte Warnung

Die Verbraucherschützer wiederholten auch ihre Warnung vor den "Shubao - slimming Capsules"-Kapseln. Sie enthielten das auf den Packungen nicht deklarierte leberschädigende Nitroso-Fenfluramin. Entsprechende Produkte seien: "Chaso", "Keep Fit Lin", "Ma zin Dol", "Onshido", "Qian Er", "Qing Zi Su", "SB Slimming Capsules", "Shuaojiafejiaolang", "Slim 10", "Xian Zi Su Jian Fei Jiao", "Xin Xue Kang Jiao Naing" und "Yuzhitang Jian Fei Jiao Nang".

"Unbedingt kurzfristig mit dem Arzt Rücksprache halten"

Wer eines dieser Mittel bereits eingenommen habe, solle unbedingt kurzfristig mit seinem Arzt Rücksprache halten. Grundsätzlich rät die Verbraucherzentrale davon ab, angebliche Schlankheitsmittel mit asiatischen Heilkräutern oder besonderen Kräutermischungen unkontrolliert einzunehmen.

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