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Verbraucherzentrale warnt vor verminderter Qualität bei Discountern

Kein Tipp für Geringverdiener

"Discounter oder Bio-Laden – Alles Qualität?", fragt die Verbraucherzentrale Niedersachsen. Laut Stiftung Warentest und Öko-Test genüge Discountware oft nur mittleren Ansprüchen, schreiben die Verbraucherschützer. Die Tester bemängelten verkeimte Bratwürste und wässriges Hackfleisch, Honige mit zuviel Fremdpollen, fades Brot, tranigen Lachs. Mit Pestizidbelastungen müsse bei Obst und Gemüse aus konventionellem Anbau, besonders bei Erdbeeren, Weintrauben und Paprika sowohl beim Discounter als auch Super- und Verbrauchermärkten gerechnet werden. "Dies ist bei Bioprodukten nicht der Fall", meinen die Verbraucherschützer. Lebensmittel aus ökologischer Produktion würden höheren Qualitätsansprüchen gerecht. "Sie sind umweltfreundlicher und tiergerechter produziert und werden mit einem Minimum an Zusatzstoffen und ohne Gentechnik produziert." Ware mit Biosiegel stehe mittlerweile auch beim Discounter im Regal.

Auf regionale Herkunft der Ware werde bei den Discountern aber kein Wert gelegt, anders als im Naturkosthandel und wenigen Supermärkten. Wer auf einheimische Produkte nicht verzichten wolle, finde auf Bauernmärkten und bei Direktvermarktern immer Frisches. Dort gebe es eine größere Vielfalt an heimischem Obst und Gemüse als im normalen Handel, was den Speisezettel bereichere und mehr Genuss bedeute. "Darüber hinaus sichert der Kauf regionaler Produkte auch regionale Arbeitsplätze."

"Unterschiedliche Güte von Lebensmitteln muss deutlich zu erkennen sein", fordert die Verbraucherzentrale Niedersachsen. Deshalb solle die Kennzeichnung auch Informationen über Herkunft und Produktionsweise umfassen, "wie dies beispielsweise bei frischen Eiern bereits vorgeschrieben ist". Zeichen wie das Biosiegel würden ebenfalls weiter helfen.

Nur dann könnten Verbraucherinnen und Verbraucher bewusst Kaufentscheidungen treffen und bestimmen, in welcher Qualität sie Lebensmittel im Handel vorfinden.

Seit Jahrzehnten werde den Kunden "eingeredet", alles sei von hoher Qualität. "Kein Wunder also, dass für 62 Prozent der Bundesbürger der Preis das entscheidende Kaufkriterium ist."

Während "billig" früher ein Schimpfwort und gleichbedeutend für "minderwertig" gewesen sei, so kauften inzwischen auch Normal- und Besserverdienende bei Discountern wie Aldi, Lidl & Co. ein. Wie Gering-Verdiener und ALG II-Empfänger an pestizid-freie Nahrungsmittel kommen sollen, schreiben die Verbraucherschützer in ihrer Pressemitteilung allerdings nicht.

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