Kein Tipp für Geringverdiener
Verbraucherzentrale warnt vor verminderter Qualität bei Discountern
Auf regionale Herkunft der Ware werde bei den Discountern aber kein Wert gelegt, anders als im Naturkosthandel und wenigen Supermärkten. Wer auf einheimische Produkte nicht verzichten wolle, finde auf Bauernmärkten und bei Direktvermarktern immer Frisches. Dort gebe es eine größere Vielfalt an heimischem Obst und Gemüse als im normalen Handel, was den Speisezettel bereichere und mehr Genuss bedeute. "Darüber hinaus sichert der Kauf regionaler Produkte auch regionale Arbeitsplätze."
"Unterschiedliche Güte von Lebensmitteln muss deutlich zu erkennen sein", fordert die Verbraucherzentrale Niedersachsen. Deshalb solle die Kennzeichnung auch Informationen über Herkunft und Produktionsweise umfassen, "wie dies beispielsweise bei frischen Eiern bereits vorgeschrieben ist". Zeichen wie das Biosiegel würden ebenfalls weiter helfen.
Nur dann könnten Verbraucherinnen und Verbraucher bewusst Kaufentscheidungen treffen und bestimmen, in welcher Qualität sie Lebensmittel im Handel vorfinden.
Seit Jahrzehnten werde den Kunden "eingeredet", alles sei von hoher Qualität. "Kein Wunder also, dass für 62 Prozent der Bundesbürger der Preis das entscheidende Kaufkriterium ist."
Während "billig" früher ein Schimpfwort und gleichbedeutend für "minderwertig" gewesen sei, so kauften inzwischen auch Normal- und Besserverdienende bei Discountern wie Aldi, Lidl & Co. ein. Wie Gering-Verdiener und ALG II-Empfänger an pestizid-freie Nahrungsmittel kommen sollen, schreiben die Verbraucherschützer in ihrer Pressemitteilung allerdings nicht.
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Am 13. Sep. 2005 unter:
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