Morde rückläufig

40.000 Brasilianer demonstrierten für ein Ende des Waffenhandels

Am vergangenen Sonntag demonstrierten 40.000 Brasilianer für Frieden und Abrüstung in Fortaleza im Nordosten des Landes. Die Versammlung war Auftakt für die Kampagne für ein Verbot des Handels mit Feuerwaffen, über das die Brasilianer in einem Referendum am 23. Oktober abstimmen werden.

Der "Große Marsch für Frieden und Abrüstung" fand zum ersten Mal in Fortaleza statt. Der 11. September war von der Bürgermeisterin der Stadt, Luizianne Lins zum kommunalen Friedenstag erklärt worden. In dem Demonstrationszug forderten die Teilnehmer ein Ende des Waffenhandels in Brasilien.

Im vergangenen Jahr hat die brasilianische Regierung eine Kampagne gestartet, die die freiwillige Rückgabe von Feuerwaffen gegen Bezahlung propagierte. Seitdem sind im gesamten Land etwa 400.000 Waffen dem Staat übergeben worden. Die Zahl der ermordeten Personen ist seitdem um 20 Prozent zurückgegangen, allerdings war die Zahl der mit Feuerwaffen erschossenen Personen mit 38.000 im Jahre 2004 die höchste weltweit.

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