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Kolumbianische Zivilgesellschaft erarbeitet "Friedensplan"

Verhandlungen mit Guerilla

Seit dem Wochenende gibt es wieder Bewegung bei den Friedensverhandlungen zwischen der kolumbianischen Regierung und der Guerilla ELN, dem "Heer für die nationale Befreiung". Nachdem die Regierung dem inhaftierten Guerillaführer Gerardo Bermúdez, auch unter dem Namen Francisco Galán bekannt, für drei Monate Ausgang gewährte, um als Vermittler bei der Fortsetzung der Gespräche zu fungieren, hat der "Kongress der Friedensinitiativen", ein Zusammenschluss von Politikern, Intellektuellen und Friedensaktivisten einen eigenen Friedensplan unterbreitet, bei dem auch Vertreter der Gesellschaft in die Friedensverhandlungen eingezogen werden sollen.

Der Friedensplan sieht unter anderem die Einrichtung eines "Friedenshauses" in Medellin vor, an dem einerseits die Gespräche zwischen Vertretern der Regierung und der Guerilla stattfinden, andererseits aber die beteiligten Guerilleros sich auch mit Vertretern verschiedener Teile der Gesellschaft austauschen könnten.

Die Autoren des Friedensplans betonten, dass es bei den Friedensverhandlungen neben der Diskusion über bisherige Angebote der beiden politischen Kontrahenten auch eine Einbeziehung gesellschaftlicher Gruppen geben müsse. So solle etwa das Zentralkommando der ELN in einer "Phase des partizipativen Dialogs" mit der Gesellschaft voranschreiten, sie müsse dabei den Wunsch in der Gesellschaft erkennen, dass nun der richtige Zeitpunkt sei, Frieden aufzubauen.

Die Vertreter der Zivilgesellschaft wollen ihren detaillierten Plan den Verhandlungsführern beider Seiten in einem offiziellen Treffen vorstellen.

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