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Solidarprinzip soll demographischen Wandel überstehen können

Krankenversicherung

"Die demographische Herausforderung ist ungeeignet, um das Solidarprinzip der gesetzlichen Krankenversicherung über Bord zu werfen", meint Bernd Niederland von der Volkssolidarität. Die Altersdebatte dürfe nicht zu einer Angstdebatte werden. Er reagierte damit auf entsprechende Äußerungen der Vorsitzenden des Verbandes der Angestellten-Krankenkassen (VdAK), Doris Pfeiffer, auf einem Forum der Ersatzkassen in Schwerin. "Steigende Kosten der gesundheitlichen Versorgung sind auf viele Faktoren zurückzuführen. Eine älter werdende Gesellschaft sei nur ein Faktor, der höhere Aufwendungen bedinge. "Eine systematische Prävention, die lebenslang erfolgt, kann erhebliche Ressourcen erschließen", so Niederland.

Dazu müsse sich das Gesundheitssystem mehr von einer Defekt-Heilung auf Gesundheitsvorsorge und Aktivierung von Selbstheilungskräften orientieren. Neben den Bedingungen der medizinischen Versorgung seien Arbeitsumfeld, Wohnverhältnisse, Kommunikation, Bewegung und Ernährung entscheidende Felder für den Gesundheitszustand der Menschen.

Die Volkssolidarität wendet sich gegen Versuche, ein solidarisch finanziertes und organisiertes Gesundheitssystem als "nicht demographiefest" zu diffamieren.

"Die heutige gesetzliche Krankenversicherung beruht – trotz mancher Defizite, die auch wir kritisieren – zu einem wesentlichen Teil auf dem Solidarprinzip. Danach leistet jeder seinen Beitrag nach der individuellen Leistungsfähigkeit und erhält die notwendigen medizinischen Leistungen." Dieses Prinzip dürfe nicht leichtfertig aufgegeben, sondern müsse gestärkt werden.

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