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Diskussion über die Zukunft des Öffentlichen Nahverkehrs

Mobilität

In Koblenz ging am Freitag der 6. Deutsche Nahverkehrstag zu Ende. Im Fokus der Tagung stand die Frage, wie die Finanzierung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Zukunft sichergestellt werden kann. Angesichts aktueller Verkehrsprobleme von zu hohen Feinstaubbelastungen über Gesundheitsschäden durch Verkehrslärm bis hin zu steigenden Spritpreisen fordert der Verkehrsclub Deutschland (VCD) Bund, Länder und Gemeinden auf, ausreichende Finanzmittel für den Nahverkehr zu garantieren und sich für effektivere Finanzierungsformen stark zu machen.

Die Nahverkehrstage werden seit 1995 von der rheinland-pfälzischen Landesregierung zusammen mit der Deutschen Bahn, dem Verband der Deutschen Verkehrsunternehmen und der Bundesarbeitsgemeinschaft der Aufgabenträger im Schienenpersonennahverkehr veranstaltet. In diesem Jahr haben sich laut Website rund 750 Entscheider und Experten aus dem In- und Ausland zu dem Fachkongress "Geht dem Nahverkehr das Geld aus? ÖPNV-Finanzierung als Aufgabe der Zukunft" getroffen. Sie diskutierten über die Erschließung weiterer Finanzierungsquellen zum Beispiel durch eine City-Maut oder selektive Preiserhöhungen sowie über die Privatisierung von Infrastrukturmaßnahmen und Verkehrsbetrieben.

Für Michael Gehrmann vom Verkehrsclub Deutschland sind Mittel für den Öffentlichen Nahverkehr keine Subventionen, "sondern notwendige Investitionen in umweltverträgliche Mobilität für alle." Deshalb dürfe es keine konzeptlosen Subventionskürzungen geben. Die Regierung müsse vielmehr die Reform der ÖPNV-Finanzierung angehen und sicherstellen, dass die Mittel effizienter ausgegeben, Angebote verbessert und langfristig mehr Gelder in den Öffentlichen Personennahverkehr investiert werden. Ein gutes Angebot von Bus- und Bahnverbindungen gehöre zur öffentlichen Grundversorgung wie Schulen, Krankenhäuser oder die Polizei.

Er verwies auf Angaben des Bundesverkehrsministeriums, nach denen der Öffentliche Nahverkehr durchschnittlich rund 27 Millionen Personen täglich befördere und so rein rechnerisch jeden Tag etwa 19 Millionen Pkw-Fahrten einspare. Bus und Bahn verhinderten in vielen Ballungsräumen den Verkehrsinfarkt. Auch im ländlichen Raum gewährleisteten sie ein gewisses Maß an Mobilität, vor allem für Menschen, die kein Auto nutzen könnten wie Jugendliche, ältere oder kranke Menschen.

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