"Fehlinformationen"

Kirchhof weist Mitschuld für Wahlschlappe der Union von sich

Paul Kirchhof, Professor für Staatsrecht und Steuerrecht, weist Vorwürfe aus der Union zurück, sein Steuermodell trage eine Mitschuld am schwachen Abschneiden der Union bei der Bundestagswahl. "Nicht mein Steuermodell war die Ursache für das schlechte Wahlergebnis der Union, sondern die Fehlinformationen, die darüber in die Welt gesetzt wurden", sagte Kirchhof der Münchener "Abendzeitung". Das Mitglied im Unions-Wahlkampfteam warf dabei Bundeskanzler Gerhard Schröder vor, er habe sein Modell als "sozial ungerecht brandmarken" wollen.

Der frühere Verfassungsrichter will seinen kurzen Ausflug in die Politik offenbar wieder beenden. "Ich werde mich auf meine Aufgabe als Professor für Staatsrecht und Steuerrecht konzentrieren", so Kirchhof.

Dennoch zeigte sich der Finanzfachmann optimistisch, dass sein Wahlkampf für die Union nicht umsonst gewesen sei. "Alle Menschen wissen jetzt, dass es so mit unserem Steuerrecht nicht weitergehen kann", meint der Professor optimistisch. "Ich habe etwas angestoßen, das sich bestimmt weiter entwickeln wird."

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