Arzneimittel-Dokumentation

Ministerium macht Druck bei elektronischer Gesundheitskarte

Das Gesundheitsministerium will bei den Tests zur Einführung der elektronischen Gesundheitskarte keine weiteren Verzögerungen mehr in Kauf nehmen. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) warf am Dienstag der Selbstverwaltung der Krankenversicherung vor, die erforderlichen Beschlüsse nicht umzusetzen und sich untereinander zu blockieren. Das Ministerium habe daher die Weisungsbefugnis über die für die Testphase notwendigen Festlegungen, wie Testregionen und konkrete Ausgestaltungen der Karten und Karten-Leser, übernommen. Die Karte soll zunächst die Ausstellung eines elektronischen Rezepts ermöglichen und die Patientendaten enthalten. Für die Patienten - vorläufig - freiwillig sei die Speicherung von Notfalldaten sowie die Dokumentation eingenommener Arzneimittel.

Am 27. September soll mit den Ländern über dieses Vorgehen beraten werden. Laut Vereinbarungen sollen die Tests mit den elektronisch lesbaren Gesundheitskarten im vierten Quartal beginnen, die Karte soll per Gesetz zum 1. Januar 2006 eingeführt werden.

Um die notwendige Infrastruktur für die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte zu schaffen, haben die Vertreter der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung sowie Ärzte-, Apotheker- und Krankenkassenvereinigungen im vergangenen Jahr die Gesellschaft für Telematik (Gematik) gegründet. Die Karte soll Arztpraxen, Apotheken, Krankenhäuser und Krankenkassen miteinander vernetzen.

Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!