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Zeugen stützen angeblich Fluchthilfe-Vorwürfe gegen Holzer

Umschlag mit 200.000 Euro

Bei den Ermittlungen gegen den Lobbyisten und Geschäftsmann Dieter Holzer wird der Verdacht der Fluchthilfe für Ex-Rüstungsstaatssekretär Ludwig-Holger Pfahls angeblich durch Zeugenaussagen aus Frankreich gestützt. Insbesondere die Aussage des mitbeschuldigten französischen Geschäftsmanns Raymond Le Grand belaste Holzer, berichtete das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Holzer werde verdächtigt, zumindest die letzten 19 Monate der mehrjährigen Flucht des Ex-Staatsekretärs organisiert und finanziert zu haben.

Le Grand sagte aus, er habe für Pfahls über Zeitmietverträge mehrere Wohnungen und Häuser in Paris und in der Bretagne angemietet. Die Miete habe er von Pfahls erhalten. In den 19 Monaten des Aufenthalts in Frankreich sei ein hoher fünfstelliger Betrag zusammengekommen. Wer für den Unterhalt von Pfahls bezahlt habe, wisse er nicht.

Dennoch begründet die Aussage des Franzosen dem Bericht zufolge den Verdacht der Staatsanwaltschaft, dass Holzer bei der Fluchtfinanzierung eine wichtige Rolle gespielt haben könnte. Le Grand habe über Geldprobleme Pfahls' im März 2003 berichtet. Nachdem Holzer darüber informiert worden sei, habe ein Unbekannter einen Umschlag mit 200.000 Euro für Pfahls nach Paris gebracht.

Pfahls war am 12. August wegen Korruption und Steuerhinterziehung zu zwei Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Das Augsburger Landgericht befand den 62-Jährigen der Vorteilsannahme im Amt für schuldig. Er habe vom Waffenlobbyisten Karlheinz Schreiber rund 1,9 Millionen Euro Schmiergeld erhalten und nicht versteuert. Pfahls war im Sommer 2004 in Paris nach fünfjähriger Flucht festgenommen worden. Holzer gilt als Vertrauter des früheren Rüstungsstaatssekretärs.

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