Regenwald

Alternative Waldnutzung auf den Philippinen

Ein Projekt von Wissenschaftlern, Bauern und Autobauern soll helfen, den Teufelskreis aus Regenwald-Zerstörung und Armut zu durchbrechen. Wie die Zeitschrift Natur+kosmos in der Oktober-Ausgabe berichtet, sei es mit dem Projekt gelungen, die Tropen nachhaltig zu nutzen. "Rainforestation farming" heißt das Konzept, das den Raubbau am Regenwald beende und den Menschen vor Ort ein gesichertes Einkommen ermögliche. Unter Federführung der Universitäten Hohenheim und Leyte pflanzen Bauern vor Ort tropische Bäume. Baum für Baum entstehe auf Kokosplantagen und blanken Hängen neuer Regenwald. Auf diese Weise entwickelten sich neue Lebensräume für seltene Tiere wie den Koboldmaki.

Unter dem grünen Dach gedeihe für die Bauern ein regelrechter Gemischtwarenladen. Neben Chili, Ingwer, Ananas oder Rattan wachse dort mit Abaka, der Textilbanane, ein wertvoller und ökologischer Rohstoff für die Industrie. Der Autohersteller DaimlerChrysler verwende die extrem robusten Pflanzenfasern in seinen Modellen.

Das Projekt gilt nach Auffassung von Wissenschaftlern der Universität Hohenheim als zukunftsweisend für viele Regionen in den Tropen und als Beispiel für eine gelungene Zusammenarbeit zwischen Naturschutz und Waldnutzung. Es ist eines der Themen des Internationalen Tropentages, der vom 11. bis 13. Oktober an der Universität Hohenheim stattfindet.

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