Statistisches Bundesamt

Öffentliche Haushalte nehmen mehr Geld ein

Die Einnahmen der öffentlichen Haushalte sind im ersten Halbjahr 2005 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,6 Prozent auf 440,6 Milliarden Euro gestiegen. Die Ausgaben von Bund, Ländern und Gemeinden erhöhten sich dagegen lediglich um 0,8 Prozent auf 504,7 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte.

Damit lag das Finanzierungsdefizit mit 64,0 Milliarden Euro um 6,6 Milliarden Euro unter dem Vorjahreswert. Die Nettokreditaufnahme der öffentlichen Haushalte war mit 22,2 Milliarden Euro um 13,9 Milliarden Euro niedriger als im ersten Halbjahr 2004.

Die Steuereinnahmen stiegen um 0,8 Prozent auf 390,4 Milliarden Euro. Davon profitierten allerdings nur die Kommunen. Sie nahmen 22,7 Milliarden Euro an Steuern ein, das waren 7,0 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Wesentliche Ursache war der starke Anstieg der Gewerbesteuereinnahmen.

Bund und Länder mussten dagegen im ersten Halbjahr leicht rückläufige Steuereinnahmen hinnehmen. Der Bund nahm 93,4 Milliarden Euro an Steuern ein, das war ein Minus von 0,4 Prozent. Die Länder verbuchten 80,2 Milliarden Euro an Steuern, was einem Minus von 0,7 Prozent entsprach.

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