Norddeutschland

Jodtabletten für Anwohner von Atomkraftwerken

Die Länder Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg verteilen an Haushalte im Umkreis von zehn Kilometern um ein Atomkraftwerk vorsorglich Jodtabletten. Damit sollen sie besser vor den Folgen eines möglichen nuklearen Unfalls geschützt werden, wie der Hamburger Senat am Montag mitteilte. Gegen Vorlage eines Abholscheins, der per Post in den nächsten Tagen an die Betreffenden geht, kann in der örtlichen Apotheke je Haushalt eine Packung mit 20 Jodtabletten abgeholt werden. Die Kosten tragen die Kraftwerksbetreiber.

Der Vorsorgeaktion liege keine Veränderung der Sicherheitslage zugrunde, hieß es. Die Jodtabletten sollen verhindern, dass die Schilddrüse radioaktives Jod aufnimmt, das bei einem kerntechnischen Unfall freigesetzt werden kann. Sie sollen nicht vorsorglich, sondern nur im Falle eines Unfalls nach Aufforderung durch die Katastrophenschutzbehörde eingenommen werden.

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