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Köhler bezeichnet Grenzdurchgangslager Friedland als "Tor der Freiheit"

Kriegsgefangene

Bundespräsident Horst Köhler hat das Grenzdurchgangslager Friedland bei Göttingen als ein "Tor der Freiheit" für Millionen von Menschen bezeichnet. Köhler, der am Mittwoch aus Anlass des 50. Jahrestages der Rückkehr der letzten deutschen Kriegsgefangenen aus der Sowjetunion das Lager besucht, sagte, dieser Ort sei zum Symbol für Freiheit, Mitmenschlichkeit und Friedensliebe geworden. Die Rückkehr der letzten Kriegsgefangenen, die vom damaligen Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) ausgehandelt wurde, sei eine "Sternstunde" des Grenzübergangslagers gewesen. Köhler erinnerte auf einer Gedenkveranstaltung zugleich daran, dass Millionen sowjetische Soldaten in deutscher Kriegsgefangenschaft auf eine Rückkehr in die Heimat genauso gehofft haben, wie Millionen deutsche "Landser" in sowjetischen Lagern.

"Aber mehr als drei Millionen Rotarmisten sind in deutscher Gefangenschaft gestorben oder gar ermordet worden, und mehr als eine Million deutscher Soldaten sind in sowjetsicher Gefangenschaft umgekommen", sagte das Staatsoberhaupt. Das damit verbundene Leid lasse sich nicht ermessen.

Insgesamt hätten bislang mehr als vier Millionen Menschen erste Zuflucht im Durchgangslager Friedland gefunden, das 1945 eingerichtet worden sei. Seit 2000 ist Friedland die einzige Aufnahmeeinrichtung des Bundes für Spätaussiedler.

Köhler dankte den Mitarbeitern für ihr Engagement, da es heute darum gehe, sich den Menschen zuzuwenden, die als Spätaussiedler oder Emigranten "unsere Mitbürger werden wollen". Daher solle auch in Zukunft die Botschaft der Heimkehrer aus Kriegsgefangenschaft gelten: "Baut Brücken zueinander".

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