38-39 Stunden pro Woche

Länger arbeiten und wiederholte Einmalzahlungen für Beschäftigte an Unikliniken

Der Tarifkonflikt für die rund 25 000 nicht-ärztlichen Beschäftigten der baden-württembergischen Universitätskliniken ist beigelegt. Arbeitgeber und die Gewerkschaft ver.di einigten sich am Sonntagabend, wie ver.di-Fachbereichsleiter Günter Busch der Nachrichtenagentur ddp sagte. Im Streit um die Arbeitszeit einigten sich beide Seiten laut Busch auf ein Stufenmodell. Beschäftigte bis 40 Jahre sollen 39 Stunden wöchentlich arbeiten, bis 55-Jährige 38,5 Stunden und über 55-Jährige 38 Stunden. Für Auszubildende gilt weiter die 38,5-Stunden-Woche. Bei der Vergütung laute der Kompromiss, dass es in diesem Jahr eine Einmalzahlung von 390 Euro (195 Euro für Auszubildende) gebe, in den kommenden beiden Jahren soll die Einmalzahlung für alle Beschäftigten jeweils 300 Euro betragen. Das Weihnachts- und Urlaubsgeld wird zusammengefasst und soll 88 Prozent einer Monatsvergütung betragen.

In dem bundesweit ersten Streik an Universitätskliniken kämpften Krankenschwestern, Pfleger sowie das Verwaltungs-, Technik- und Küchenpersonal für den Erhalt der 38,5-Stunden-Woche und höhere Gehälter. Die Arbeitgeber hatten vor Beginn der Schlussverhandlungen Einmalzahlungen von jährlich 300 Euro angeboten und auf der Einführung der 40-Stunden-Woche beharrt. Zudem wollten sie das Urlaubsgeld streichen und das Weihnachtsgeld kürzen. Die Tarifverhandlungen waren am 13. September gescheitert.

Beide Seiten hatten seit Samstag morgen verhandelt, um einen Kompromiss für die rund 25.000 nicht-ärztlichen Beschäftigten zu finden und damit den am 5. Oktober begonnenen Arbeitskampf an den baden-württembergischen Universitätskliniken zu beenden.

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