Unions-Minister

Stoiber, Schäuble, Schavan, Seehofer, von der Leyen, de Maizière, Jung

Einen Monat nach der Bundestagswahl ist die Ministerriege für eine mögliche große Koalition komplett. Nach der SPD stellte nun auch die Union unmittelbar vor Aufnahme der Koalitionsverhandlungen am Montag ihre Ressortchefs vor. Der CSU-Sozialexperte Horst Seehofer ist für das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz vorgesehen. Kanzleramtsminister soll Sachsens Innenminister Thomas de Maizière (CDU) werden, Verteidigungsminister der hessische CDU-Landtagsfraktionschef Franz Josef Jung.

Die designierte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bestätigte die gesamte Unions-Riege für das künftige Kabinett aus CDU, CSU und SPD. Als Wirtschaftsminister stand Stoiber bereits seit einigen Tagen fest. Innenminister soll der bisherige Fraktionsvize Wolfgang Schäuble (CDU) werden, Familienministerin die niedersächsische Sozialministerin Ursula von der Leyen (CDU). Als Bildungsministerin steht CDU-Vize Annette Schavan zur Verfügung.

Die Führung der Unions-Fraktion soll für den Fall, dass Merkel zur Kanzlerin gewählt wird, CDU-Generalsekretär Volker Kauder übernehmen.

Stoiber verteidigte die Benennung Seehofers für das Ressort Agrar und Verbraucherschutz. Die Entwicklung des ländlichen Raumes sei eine große Herausforderung. Seehofer werde Verantwortung für alle deutschen Bauern tragen. In Presseberichten hatte es zuvor geheißen, Merkel sei gegen eine Berufung Seehofers gewesen. Stoiber habe sich jedoch in dem Machtkampf mit der künftigen Kanzlerin durchgesetzt.

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