EU-Importverbot
Bundesamt schätzt Vogelgrippe-Gefahr durch Zugvögel als gering ein
"Wenn es eine Infektion geben könnte, dann in Afrika", so Emde. Dort kreuzten sich in den kommenden Wochen die Wege der aus Asien überwinternden Wildvögel. Auch im Frühling, wenn die Zugvögel wieder in Richtung Norden zögen, sei es "fraglich, ob ein mit dem aggressiven Virus infizierter Vogel den Weg von Afrika nach Deutschland überhaupt schafft".
Risiko Wildvogel-Import
Bedeutend größer sei dagegen das Risiko, dass das Virus durch illegale Importe von Wildvögeln verbreitet werde. Der Fall des in Großbritannien verendeten, aus Südamerika eingeführten Papageis zeige dies eindringlich, sagte Emde. "Exotische Tiere und andere Wildvögel müssen in Quarantäne und dürfen auf keinen Fall eingeführt werden", warnte er.
Das Bundesamt erneuerte in diesem Zusammenhang seine Forderung nach einem sofortigen, EU-weiten Importverbot für solche Tiere. Ein Importverbot für Lebendgeflügel, Fleisch, Eier, Federn und präparierte Zuchtgeflügeltiere aus Ländern, in denen das H5N1-Virus nachgewiesen wurde, besteht bereits.
EU-Kommission erwägt Importverbot für Wildvögel
Wegen der Vogelgrippe haben die EU-Kommission und die Agrarminister aus den 25 Mitgliedstaaten am Montag mit Beratungen über ein Importverbot für wild lebende Vögel begonnen. Wegen des in Großbritannien verendeten, aus dem südamerikanischen Surinam importierten Papagei, bei dem offenbar das auch für den Menschen gefährliche H5N1-Virus festgestellt wurde, wolle die Kommission möglicherweise einen Einfuhrstopp für Wildvögel erlassen, sagte ein Kommissionssprecher in Brüssel.
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Am 24. Okt. 2005 unter:
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