Auschwitz-Lüge

Prozess gegen "Holocaust-Leugner" Zündel beginnt im November

Der "Holocaust-Leugner" Ernst Zündel muss sich ab 8. November wegen Volksverhetzung und weiterer Straftaten vor dem Landgericht Mannheim verantworten. Wie das Gericht am Mittwoch mitteilte, wird Zündel vorgeworfen, von Kanada und den USA aus weltweit nazistische und antisemitische "Propaganda" betrieben zu haben. Zündel sei im Februar aus Kanada ausgewiesen worden und befinde sich seither in Untersuchungshaft. Für den Prozess gegen ihn seien fünf Verhandlungstage vorgesehen.

Die Staatsanwaltschaft Mannheim wirft dem 66-jährigen Zündel vor, gemeinsam mit seiner gesondert verfolgten Ehefrau über seine Internet-Homepage und über schriftliche Publikationen unter anderem die Auschwitz-Lüge verbreitet zu haben. Als Beleg führt die Behörde in ihrer Anklage zahlreiche Zitate auf, in denen der Massenmord an Millionen von Juden geleugnet werde. So soll Zündel unter anderem behauptet haben, es gebe "nur" 74.000 bewiesene Todesfälle.

Zündel stamme aus Baden-Württemberg und sei 1958 nach Kanada ausgewandert. Dort sei er im Februar 2003 in Haft genommen worden. Er sei von den kanadischen Behörden als Gefahr für die nationale Sicherheit eingestuft worden, heißt es.

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