Länger arbeiten

Dienstleistungsgewerkschaft stimmt Tarifkompromiss für Unikliniken zu

Der Tarifkonflikt an den baden-württembergischen Universitätskliniken ist beigelegt. Wie die Gewerkschaft ver.di am Mittwoch in Stuttgart mitteilte, stimmten in einer Urabstimmung über 90 Prozent der betroffenen Gewerkschaftsmitglieder für den Mitte Oktober erzielten Kompromiss. Der Tarifabschluss habe "Signalwirkung" für andere Tarifauseinandersetzungen etwa im Bereich der Länder und Kommunen, sagte die ver.di-Landesvorsitzende Sybille Stamm.

Der Tarifvertrag für die rund 25.000 nicht-ärztlichen Klinikmitarbeiter sieht ein Stufenmodell vor. Demnach arbeiten Mitarbeiter im Alter bis zu 40 Jahren künftig 39 Stunden wöchentlich, bis zu 55 Jahren 38,5 Stunden und danach 38 Stunden.

In diesem Jahr soll es eine Einmalzahlung von 390 Euro und in den kommenden beiden Jahren von jeweils 300 Euro geben. Das Weihnachts- und Urlaubsgeld wird zusammengefasst und beträgt 88 Prozent einer Monatsvergütung.

Das Tarifergebnis gilt für die Krankenschwestern, Pfleger sowie das Verwaltungs-, Technik- und Küchenpersonal an den vier baden-württembergischen Klinikstandorten. Vorausgegangen war der bundesweit erste unbefristete Streik an Universitätskliniken.

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