Malteser Dienst

Kritik an ungleichem Niveau der deutschen Rettungsdienste

Der Leiter des Malteser Rettungsdienstes, Dr. Klaus Runggaldier, sagte anlässlich der am Freitag in Berlin stattfindenden "Ständigen Konferenz für den Rettungsdienst": "Viele Menschen glauben, dass sie bei einem Notfall, wie zum Beispiel einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall, überall im Lande gleich gut versorgt werden. Doch das deutsche Rettungssystem ist völlig uneinheitlich." Es gebe je nach Bundesland und Region gravierende Unterschiede, was die Eintreffzeiten der Rettungsfahrzeuge und Qualifikation des Personals oder insbesondere auch die Behandlungsstandards am Patienten betrifft. "Selbst innerhalb mancher Bundesländer sind die Unterschiede so groß, dass ein einheitlicher Mindeststandard mitnichten gewährleistet ist."

Schuld an dieser Uneinheitlichkeit, so Runggaldier, sei die föderale Struktur des Rettungsdienstes mit 16 Landesrettungsdienstgesetzen, 300 verschiedenen Rettungsdienstbereichen und fehlenden Mindeststandards. Nur die Malteser setzten bundesweit einen einheitlichen klaren Standard um. Die Länder sollten das von seiner Organisation seit vielen Jahren erfolgreich gelebte Qulitätsmanagementsystem zum gesetzlich vorgeschriebenen Standard für alle Rettungsdienste erheben, forderte Runggaldier.

Die Malteser betreiben deutschlandweit 168 Rettungswachen mit rund 600 Rettungsmitteln und mehr als 5.000 Mitarbeitern. Sie rücken jährlich zu über 600.000 Einsätzen aus.

Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!