Vogelschutz
2005 deutlich weniger Weißstörche in Nord- und Ostdeutschland
Außerdem verzögerte eine Schlechtwetterperiode Anfang April in der Türkei und Südosteuropa den Heimzug der Störche. Im westlichen Deutschland war die Situation für den Weißstorch dagegen sehr viel besser. In Bayern und Rheinland-Pfalz brüteten fast genau so viele Störche wie im Vorjahr - ihr Bruterfolg war vergleichsweise gut. Die westlich brütenden Störche überwintern aber in Westafrika und Spanien. Und da war die Situation erheblich günstiger als in Ostafrika.
"Das Jahr 2005 war ein extremes 'Störungsjahr' für den Weißstorch im ganzen östlichen Europa", sagte Christoph Kaatz, Sprecher der NABU-Bundesarbeitsgruppe (BAG) Weißstorchschutz. In solchen Jahren nimmt die Zahl der brütenden Störche stark ab und viele Vögel kommen verspätet aus Afrika zurück. Dadurch verzögert sich die Brut und es werden weniger Junge aufgezogen. "Aus Sachsen-Anhalt haben in diesem Sommer nur halb so viele Jungstörche den Weg nach Afrika angetreten als sonst üblich", so Kaatz. So bezogen zum Beispiel in Sachsen-Anhalt nur 485 Paare ihre Nester. Im Vorjahr waren es noch 572 Paare. In Schleswig-Holstein wurden sogar nur 170 Paare gezählt. Das ist die niedrigste Zahl seit Beginn der Weißstorchzählungen im nördlichsten Bundesland im Jahr 1907.
Für die Zukunft der nord- und ostdeutschen Störche, die sich inzwischen in ihren afrikanischen Winterquartieren befinden, sind die NABU-Experten zuversichtlich. "Solche Jahre kommen immer wieder mal vor und sollten unter günstigen Bedingungen in einigen Jahren wieder ausgeglichen werden", so BAG-Sprecher Kaatz.
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Am 28. Okt. 2005 unter:
politikStichworte:
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