Kalter Krieg

Teilstück des Regierungsbunkers soll als Museum erhalten bleiben

Ein Teilstück des ehemaligen Regierungsbunkers in Marienthal (Kreis Ahrweiler) soll erhalten bleiben. Wie das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) in Berlin mitteilte, soll ein 200 Meter langes Tunnelstück künftig als Dokumentationsstätte und "Museum des Kalten Krieges" dienen. Ein entsprechender Vertrag soll am 20. Oktober zwischen der Bundesrepublik und dem Heimatverein Alt-Ahrweiler unterzeichnet werden.

Unterdessen sind die Abbrucharbeiten am ehemaligen Ausweichsitz der Verfassungsorgane fortgeschritten. Die 19 Kilometer langen Bunker sind weitgehend abgerissen. Nur 8 der insgesamt 38 Außengebäude sollen erhalten bleiben. Das BBR rechnet für den Abbruch mit Kosten von 20 Millionen Euro. Der Bund hatte nach dem Ende des Kalten Krieges vergeblich versucht, die riesige Anlage zu verkaufen. Im Jahre 2001 wurde schließlich mit dem Abbruch begonnen.

Der Regierungsbunker war den Angaben zufolge jahrzehntelang das geheimste Bauwerk der Bundesrepublik. Er wurde zwischen 1960 und 1972 gebaut und sollte 3000 Personen des öffentlichen Lebens im Kriegsfall vor atomaren, biologischen und chemischen Angriffen schützen. Offiziell wurde der Tunnel vom BBR als "Anlage des Technischen Hilfswerkes" bezeichnet.

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