Kritik an Entsorgung
Handel und Hersteller umgehen zunehmend Recycling
Als Ersatz für die Rücknahme eigener Verpackungen würden sich die sogenannten Selbstentsorger Verwertungsmengen zurechnen, die angeblich bei gewerblichen Großverbrauchern anfallen, etwa in Gefängnissen, Krankenhäusern und anderen geschlossenen Anstalten. "Das ist so absurd, als würde ein Bürger im Winter seine Streupflicht mit der Begründung vernachlässigen, dass er einen Nachbarn kenne, der im Sommer den Rasen doppelt so oft sprengt wie nötig.", so Miller. Das Ziel der Verpackungsverordnung sei nicht Quotenhandel mit Abfällen, sondern eine funktionierende Wertstoffsammlung in Deutschland.
Bei Kontrollkäufen der Berliner Unternehmensberatung Berndt & Partner in Filialen von Drogeriemärkten in elf Bundesländern hätte diese erhebliche Mängel bei der Entsorgung festgestellt, so der Nabu. In verschiedenen Filialen der Drogeriemarktketten Schlecker, Rossmann und Müller - die alle als Selbstentsorger agieren - sei festgestellt worden, dass die vorgeschriebene Information der Verbraucher nicht mehr geleistet werde.
"Wir befürchten, dass es sich bei den in den stichprobenweise ausgesuchten Filialen vorgefundenen Verhältnissen nicht um Einzelfälle handelt.", so Miller. In der Summe führe das dazu, dass Sammlung und Recycling dieser Verpackungen ohne Bezahlung von dualen Systemen übernommen werden müssten. Sein Vorwurf: Die Selbstentsorger versuchten so, sich auf Kosten anderer Erfassungssysteme und letztlich auf Kosten der Verbraucher vor der Belastung zu drücken. Der Naturschutzbund selbst hat sich bereits schriftlich an die zuständigen Landesumweltminister gewandt.
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Am 01. Nov. 2005 unter:
verbraucherschutzStichworte:
« Rechtswidrige Freiheitsentziehung bei Protesten in Gorleben
Versandhandel darf nicht ungefragt Ersatz-Artikel schicken »

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