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Festakt erinnerte an erstes Anwerbeabkommen für Gastarbeiter vor 50 Jahren

Appell für mehr Integration

Mit einem Appell zu mehr Anerkennung des Fremden und einem verstärkten Bemühen um Integration haben Vertreter von katholischer Kirche und Staat am Samstag in Mainz an das erste Anwerbeabkommen für Gastarbeiter vor 50 Jahren erinnert. Deutschland müsse sich der "Realität der dauerhaften Einwanderung" und den "Herausforderungen der Integration systematisch stellen", mahnte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, auf dem Festakt. Als Repräsentanten des damaligen Herkunftsstaates waren der Mailänder Erzbischof, Kardinal Dionigi Tettamanzi, sowie der italienische Minister für Auslandsitaliener, Mirko Tremaglia, gekommen.

Der erste Deutsch-Italienische Anwerbevertrag am 20. Dezember 1955 habe den Beginn der modernen Arbeitsmigration nach Deutschland markiert, sagte Lehmann weiter. Deutschland sei damit zum Einwanderungsland geworden, dessen Realitäten sich der Staat erst jetzt so langsam stelle. Die jüngsten Ereignisse in Frankreich seien aber ein "Warnzeichen", das zeige, "welche Folgen ein kollabierender gesellschaftlicher Zusammenhalt mit sich bringen kann", mahnte der Kardinal. Auch in Deutschland gebe es noch genügend Barrieren in Sprache und Kultur, in manchen Großstädten drohten sogar Parallelgesellschaften zu entstehen.

Lehmann unterstrich, durch die Gastarbeiter der 50er und 60er Jahre sei Deutschland "bunter und vielfältiger" geworden. Zudem hätten diese Menschen einen wichtigen Beitrag zur ökonomischen Entwicklung geleistet.

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