13 Hektar pro Tag

Umweltschützer warnen vor Flächenverbrauch in Baden-Württemberg

Mit Nachdruck warnt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) vor einem fortschreitenden Flächenverbrauch in Baden-Württemberg. Die Landesregierung habe das Problem des Flächenverbrauchs "zwar erkannt", nutze ihre Spielräume aber nicht aus, um den Flächenverbrauch tatsächlich zu reduzieren, meint Brigitte Dahlbender vom Landesverband der Umweltschutzorganisation. Aktuelle Prognosen des Statistischen Landesamts gingen von einem weiteren Wachstum des Flächverbrauchs in den nächsten Jahren auf bis zu 13 Hektar pro Tag aus. Den aktuellen Rückgang des Flächenverbrauchs auf 8,8 Hektar pro Tag dürfe man nicht als Erfolg einer engagierten Politik feiern, meint der BUND, weil "die leicht rückläufige Entwicklung ist in erster Linie auf die schlechte Konjunktur zurückzuführen" sei.

Nach Auffassung des Umweltverbandes genügt es nicht, wenn Umweltministerin Tanja Gönner die Eindämmung des Flächenverbrauchs lediglich zu einer Zukunftsaufgabe erkläre. Ihr Appell an die Kommunalpolitik, die "Stadtentwicklung auf der grünen Wiese zum Auslaufmodell werden zu lassen" reiche bei weitem nicht aus.

Die kommunale Praxis sehe anders aus und es bedürfe eindeutiger Vorgaben des Landes zur Steuerung der städtebaulichen Entwicklung. "Trotz der Wachstumsperspektiven" hält es der BUND für möglich, fast den gesamten sich abzeichnenden Flächenbedarf im städtebaulichen Bestand zu realisieren. Um das zu erreichen müsse das Land nun einen umfassenden Maßnahmenkatalog vorlegen.

Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!