Deutsche Staatsangehörigkeit
Justizministerkonferenz lehnt aktive Sterbehilfe ab
Verschärft wollen die Justizminister gegen die Vaterschaftsanerkennung zu Zwecken der Erlangung eines Aufenthaltstitels oder der deutschen Staatsangehörigkeit vorgehen. Mit einer Änderung des Bürgerlichen Gesetzbuches soll den Behörden die Möglichkeit eingeräumt werden, Vaterschaftsanerkennungen befristet anzufechten, wenn der Verdacht besteht, dass durch die Anerkennung missbräuchlich ein Aufenthaltstitel oder die deutsche Staatsangehörigkeit erlangt werden soll.
Bekräftigt wurde weiterhin die Forderung nach Einführung einer bundesweiten Rückfallstatistik für Straftäter. Unter Mitwirkung der Landesjustizverwaltungen soll eine Datenbank entstehen, deren periodische Rückfallstatistik aus dem Bundeszentralregister gespeist wird und für länderspezifische Auswertungen genutzt werden kann.
Von den Beschlüssen der Justizminister werden die Banken bei der Zwangsvollstreckung profitieren: Gläubigern soll die Zwangsvollstreckung wegen Geldforderungen durch bessere und frühzeitigere Information erleichtert werden. Geplant ist dazu unter anderem die Zentralisierung der Schuldnerverzeichnisse.
Bezüglich der Juristenausbildung entschieden die Justizminister, dass es Bachelor-Master-Studiengänge nicht geben soll. Notwendig sei bei aller Harmonisierung ein juristisches Ausbildungssystem nationalen Zuschnitts, hieß es. Der Ausschuss zur Koordinierung der Juristenausbildung wurde lediglich damit beauftragt, bis 2008 über die Auswirkungen des Gesetzes zur Reform der Juristenausbildung sowie über die Einführung der Bachelor-Master-Struktur in der Juristenausbildung anderer europäischer Staaten zu berichten.
Für Zivilrechtsstreitigkeiten in Bezug auf Aktiengesellschaften sollen statt bisher die Landgerichte nun die Oberlandesgerichte die erstinstanzliche Zuständigkeit erhalten. Das gilt zum Beispiel für Klagen gegen die Wirksamkeit von Hauptversammlungsbeschlüssen.
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Am 17. Nov. 2005 unter:
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Managerhaftung ist für die Regierung kein vorrangiges Thema »

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